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Der perfekte Online-Shop

Unverzichtbare Praxistipps für SEO-konforme Produktseiten

Seitenanforderung

Seitenanforderungen

Wir haben soeben die theoretischen Überlegung zur Motivation und den Entscheidungsphasen besprochen. Heute leiten wir konkrete Anforderungen für Ihre Produktseite ab.

Damit alles ein wenig übersichtlicher wird, haben wir alles Wissenswerte wieder in einer Infografik zusammengefasst. Für eine höhere Auflösung kann die Grafik auch als PDF heruntergeladen werden.

diePerfekteShopProduktseite

Das muss also die perfekte Produktseite leisten:

Gute Platzierungen

Ganz klar: Die Produktseite muss gefunden werden können. Wenn es aber eine wirklich relevante Seite ist, die die Lösung für das formulierte Problem des Suchenden darstellt, hat sie beste Voraussetzungen dafür. Was aus technischer Sicht sonst noch zu beachten ist, werden wir in einer der folgenden Teile dieser Serie beschreiben.

Relevanz

Eine der wichtigsten Anforderungen an eine Seite überhaupt, ist die Relevanz. Kann die Seite nicht innerhalb von Sekunden überzeugen, dass sie eine verwertbare Antwort auf das aktuelle Bedürfnis darstellt, ist ein Abbruch des Besuchs höchstwahrscheinlich. Ein rudimentäres Engagement kann sich durchaus negativ auf das Ranking der Seite auswirken.

Elemente

Die Relevanz wird durch folgende Elemente in zwei Stufen geprägt:

  • Seitentitel (erscheint bereits in den Suchergebnissen; sollte möglichst kompakt und aussagekräftig formulieren)
  • Beschreibungstext (Description erscheint ebenfalls in den Suchergebnissen; etwa 160 bis 200 Zeichen, die eine Zusammenfassung der Zielseite beinhalten)

Diese Informationen generieren beim Besucher bereits eine bestimmte Erwartungshaltung, die nun beim Besuch der eigentlichen Seite erfüllt werden müssen. Dies geschieht in erster Linie über folgende Elemente:

  • Produkttitel
  • Abbildung

Datenabgleich

Produkttitel und Abbildung sollten perfekt ineinander greifen. Doppeldeutigkeiten, bei denen zwischen Text und Bild vom Leser zunächst kontextuelle Verbindungen hergestellt werden müssen, benötigen durch die Interpretation mehr Ressourcen und deutlich mehr Zeit. Gerade diese hat man oft nicht. Im schlimmsten Fall führt eine deutliche Irritation zum Abbruch des Besuchs. Im typischen Online-Shop wird dieses Problem jedoch nicht allzu oft vorkommen.

Prinzipiell wird eine spezielle Erwartungshaltung (Priming) über Verlinkungen jeglicher Art generiert – egal ob interne oder externe. Aus diesem Grund ist der Linktext des auf die Seite verweisenden Links ein wichtiger Rankingfaktor. Dieser sollte in jedem Fall zum Seiten- und Produkttitel, sowie zum Beschreibungstext passen.

Duale Kodierung

Außerdem wird mit der Darstellung eines Sachverhaltes, bzw. Produktes über zwei unterschiedliche Informationskanäle (hier: Text und Bild) eine deutlich bessere Verankerung im Langzeitgedächtnis des Lesers erzielt (duale Kodierung).

Formulierung

Alle oben beschrieben Elemente sollten sich inhaltlich auf das Produkt beziehen und domainweit niemals doppelt vorkommen. Wichtige Informationen werden dazu idealerweise weit vorne in das jeweilige Element eingebunden, denn der Leser scannt bei der Relevanzbewertung vornehmlich die vorderen Bereiche eines Titel oder Überschrift. Damit wird eine schnelle Erfassbarkeit gewährleistet, die auch die Suchmaschine entsprechend würdigt.

Vergleichbare Kernaspekte

Nachdem für den Besucher klar ist, ob die gefundene Seite eine gewisse Relevanz für ihn hat, treten spezifischere Informationen in den Vordergrund. Welche Spezifikationen und Features weist das Produkt auf? Wie teuer ist es?

Beispiele:

  • Preis
  • Maße (oft können hier Vergleiche zu bekannten Objekten die wirklichen Dimensionen besser verständlich machen)
  • Farbe
  • Haptische Aspekte (besonders wichtig, da man diese über Bilder nur schwer erahnen und nachvollziehen kann)

Diese Informationen sollten möglichst leicht erfassbar präsentiert werden. Das gelingt für die meisten Parameter in Form einer Listendarstellung (Bulletpoints) oft am besten. Außerdem lassen sich so typische Eckdaten auch domainübergreifend mit anderen Anbietern leicht vergleichen. Verständlicherweise will man als Anbieter den Vergleich zur Konkurrenz unterbinden, die Praxis hat aber gezeigt, dass der Suchende bei einer Behinderung eine solche Seite nicht selten bereits in der Selektionsphase ausschließt. Transparenz ist oberstes Gebot!

Vertrauen

Schon in den ersten Momenten sollte klar werden, ob ich dem soeben gefunden Shop auch vertrauen kann. Hier können folgende Elemente die nötige Überzeugungsarbeit leisten:

  • Trustmarks (bspw. TrustedShops)
  • Zertifikate (branchenspezifisch)
  • Testimonials (in Bezug auf den Shop, bzw. Ihre Marke)
  • Zahlungsmittel (obwohl diese ja gar keine Aussagekraft in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit haben, scheint es so, dass bekannte visuelle Muster eine vertrauenssteigernde Wirkung besitzen)

Der Aspekt des Vertrauens ist nur dann zu vernachlässigen, wenn Sie über eine wirklich starke und bereits bekannte Marke verfügen. Vertrauen spielt aber vor allem zu einem späteren Zeitpunkt eine wichtige Rolle: wenn es um den eigentlichen Zahlungsvorgang geht.

Memory-Effekt

Zieht sich die Kaufentscheidung über einen längeren Zeitraum hin? Es ist wahrscheinlich, dass der Besucher die Website nochmals verlässt, um noch weitere Informationen einzuholen. Aber können sich die Interessenten später noch an Ihren Shop, Ihre Marke erinnern? Aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, dass das Markenlogo visuell nicht allzu sehr in den Hintergrund gerät. Und selbst wenn die Marke bereits einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, sollen bestimmte Angebote ja auch mit der verantwortlichen Marke in Verbindung gebracht werden.

Detailinformationen

Konnte das Angebot auf der Produktseite überzeugen? Dann kommt der Nutzer wieder. Spätestens wenn er den „Rubikon überquert“ hat, steigt die Lust auf weitere Informationen zum Produkt. Für diesen Zweck sollten hier Informationen im Fließtext angeboten werden, die einen ausreichend detaillierten Blick gewährleisten. Welche Aspekte beim Formulieren redaktioneller Texte zu beachten ist, lesen Sie in unserem Artikel Der perfekte Online-Artikel.

Fokus-Wahrnehmung

Ein Aspekt ist für die Formulierung von Produkt-Texten besonders wichtig: Die Kognitionsforschung geht davon aus, dass jeder Mensch einen Fokus-Sinn hat – einen Wahrnehmungssinn, der alle anderen Sinne dominiert. Oder anders ausgedrückt: Das, was der Fokus-Sinn wahrnimmt, versuchen die restlichen Sinne zu bestätigen. Je nachdem, ob ein Mensch visuell, auditiv oder kinästhetisch fokussiert ist, verwendet dieser eine entsprechend an seinen Fokus-Sinn angepasste Bildsprache.

Beispiele:

  • Visuell: Einsicht, Voraussehen, zeigen, Perspektive
  • Auditiv: Betonen, diskutieren, harmonisch, Rhythmus
  • Kinästhetisch: Drücken, Kontakt, Stress, berühren, greifen, halten

Zu empfehlen wäre es nun, den Fokus-Sinn seines Zielpublikums zu ermitteln und eine ebenso fokussierte Bildsprache zu verwenden. Tatsächlich können wir das aber nicht (zumindest nicht über die Distanz), und ebenso wenig wollen wir Personen ausgrenzen, die nicht dem gedachten Fokus-Sinn entsprechen. Aus diesem Grund ist es wichtig, für die Bildsprache alle möglichen Typen zu berücksichtigen und viele unterschiedliche Formulierungen einzubinden.

Bildmaterial

Um dem großen Informationsbedürfnis der präaktionalen Phase gerecht zu werden, sollten auch Bilder in unterschiedlichen Größen angeboten werden. Kleinere Bilder decken den Informationsbedarf in der Selektionsphase. Für die präaktionale Phase sollten alternative Abbildungen eine möglichst hohe Detailgenauigkeit bieten.

Call to Action

Die Call to Action (Handlungsaufforderung) stellt das Ziel unserer ganzen Bemühungen dar. In vielen Fällen empfiehlt es sich, diese als prominenten Button so zu integrieren, dass dieser bereits in den ersten Sekunden „ins Auge springt“. Auf diese Weise wird dem Nutzer schnell klar, dass er hier auf einer Shopseite gelandet ist und er etwas einkaufen kann. Die Call to Action kann aus dieser Perspektive heraus also auch als Relevanz-Signal interpretiert werden.

Durch eine spezielle Incentivierung (Produkt-Verknappung oder zeitlich begrenzte Rabattaktion) kann der Weg zur Call to Action beschleunigt werden. In einem solchen Fall sollte man aber in jedem Fall auf den korrekten Einsatz sorgen.

noch100

Kundenbewertungen

Mit der Transaktion endet der Aufgabenbereich der Produktseite noch nicht. Denn wie bereits angedeutet vergewissern sich viele Käufer auch nach dem Kauf, ob sie sich auch richtig entschieden haben. Dazu werden die unterschiedlichsten Quellen aufgesucht. Dazu gehört aber auch die Produktseite – sofern sie geeignete Informationen bereitstellt.

Deshalb ist zu empfehlen, entsprechende Kundenstimmen und Praxistests direkt in die Produktseite zu integrieren – insbesondere weil diese auch bereits in den ersten beiden Entscheidungsphasen eine wichtige Rolle spielen können. Die Integration von Kundenstimmen hat zudem den Vorteil, dass es bequem für den Suchenden ist, den Shop nicht verlassen zu müssen. Gleichzeitig wird auch hier wieder das Engagement gefördert, was einem guten Ranking zugute kommt.

Fühlt sich der Kunde nach seinem Einkauf bei Ihnen zu frieden, wird er auch wiederkommen – und damit möglicherweise zum Stammkunden werden. Die beste Voraussetzung zum Aufbau einer starken Marke.

Zwischenfazit

Wir haben nun alle wichtigen Elemente besprochen, die auf einer Produktseite berücksichtigt werden sollten. Und das ist eine Menge, denn sie muss vielen unterschiedlichen Phasen im Entscheidungsprozess eines Kunden gerecht werden.

Jetzt wollen wir prüfen, ob diese vom Nutzer auch wahrgenommen werden können.

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